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QR-Code (Webspace): Das politische Spielfeld - Monopoly mit open End

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Das politische Spielfeld - Monopoly mit open End

07.03.11 Joachim Sondern

Es mag keineswegs üblich sein, aber dennoch notwendig die Politik als großes Spielfeld zu betrachten, denn nur so lässt sich erkennen, mit welchen Einsätzen gepokert wird im „Spiel des Lebens“. Viele kennen Monopoly: Ein Spiel ohne wirkliches Ende, denn mit Werten lässt sich endlos pokern, bzw. bluffen. Zwar kann eine Pleite eintreten, doch die Gewinner spielen untereinander weiter, holen durch Kredite Verlierer erneut ins Spiel, um resultierend aus diesem Schachzug höhere Gewinne zu erzielen. Im Vorteil sind jene Strategen, welche aus einem scheinbaren Bankrott neues Kapital ohne Fremdeinwirkung generieren können, was nur mit „Restwerten“ möglich ist. Lässt sich dieser Wert erneut auf dem Spielfeld platzieren, fragt niemand mehr, warum dieser vorhanden trotz Bankrott; schließlich lockt der erneute Kapitalgewinn durch Deckung des Marktbedarfs. Letztendlich setzen kluge Fürsten auf simple, aber sehr effektiv variable Gesellschaftsformen. Einmal in der Ausgangsbasis mehrere Gesellschaften zu besitzen, ist ein Totalverlust in der Regel nahezu unmöglich. Nicht anders funktioniert das Börsensystem: Wer einmal groß im Spiel, der immer spielt. Verluste lassen sich dank dieses Systems bis ins Nirwana sogenannter Bad Banks verschieben, damit dem Gewinn ohne Verlust nichts mehr im Wege steht. Was bei Kleinunternehmern undenkbar wäre, gehört zum Tagesgeschäft im „Monopolyspiel“.

In der Tat verfallen Bürger schnell dem trügerischen Schein des Spiels, fühlen die Hilflosigkeit in sich. Wie aber sieht es hinter dem im Nebelschleier gehüllten Vorhang aus? Könige, Läufer, Springer oder Bauern, wer trägt die wahrhaftige Verantwortung der Menschheit? Fangen wir mit der größten, oh Pardon, nach der gelehrten Mentalität kleinsten Variable an: dem Bauer! Er genießt den Luxus des längsten Lebens, denn Bauern sind vom Basisfaktor  her dauerhaft notwendig, die Lebensnahrung dieses Spiels. Endloses Spiel einzig und allein durch Bauern? Was für manch Wegbegleiter utopisch scheinen mag, entspricht der gegenwärtigen Realität. Leider befassen die meisten Bauern sich nicht mit ihrer Wirkung, den Möglichkeiten der eigenen Spielbeteiligung in Form der ganzheitlichen, humanen Einheit. Irgendwo nachvollziehbar, da ihnen über Jahrzehnte, genauer betrachtet gar Jahrhunderte, anerzogen wurde, gemäß ihres sozialen Standes zu denken, dem „Kategorienprinzip“ Folge zu leisten. Ironischerweise verleiten solche Denkstrukturen zu einem „Tunnelblick“ – das „einfache“ Volk stellt keine Fragen mehr, Alternativen erscheinen bedeutungslos. Völker leben im Bezug auf Funktionsmechanismen in einer Welt der Kontinuität, wollen von freier Gestaltung indes aber nichts mehr wissen. Könige, Läufer, Springer – sie alle wären handlungsunfähig ohne die Kontinuität der Bauern.

Genauer betrachtet, ist es also ohne weiteres möglich, mitten im Spielverlauf eine unauffällige Wende zu vollziehen.  Einzig und allein die „gute Erziehung“ vieler Erdwanderer verhindert, dass Menschen endlich wieder zu sich selbst finden. Mensch ist Mensch: Jeder lebt in der Freiheit seines Daseins, hat ein Recht auf Entfaltung seiner Persönlichkeit, fern jeglichen sozialen Standes. Solche angeblichen, sozialen Konstrukte sind nichts weiteres als Schall und Rauch.

Ein „Endgame“ ohne Ende

Warum lösen sich schwebende Wanderer dann nicht endlich von unlängst überholten Denkweisen? Ganz einfach, Angst kann „produziert“ werden, dient der Kontrolle, und genau diesem Emotionszustand erliegt die Masse. Neue Wege hüllen in sich immer eine gewisse Ungewissheit, etwas, womit Menschen nicht umgehen können, fühlen sie sich schließlich nur in einer „geplanten“ Welt zu Hause. Prägungen veranlassen uns oft zu Handlungen, die nicht logisch erscheinen, von welchen wir wissen, dass sie kontraproduktiv sind. Aufgrund der Sehnsucht nach Sicherheit erliegen wir dieser Prägung aber trotz des Wissens im Unterbewusstsein, vollenden die begonnene Handlung, denn ohne Funktionskontinuität und Gehorsam verlieren Bauern ihre normale Lebensexistenz. Was aber sind Existenzen wirklich wert, wenn wir ein jeden Tag von Sorgen geplagt werden? Ist es die Bürde des „einfachen“ Volkes, seine Gesundheit zu riskieren, um im schlimmsten Fall sogar auf den Endpunkt des eigenen Lebens zu hoffen?

Fakt ist, dass wir alle auf ein Ende blicken inmitten unseres Lebenskreislaufs. Die einen sehnen sich nach dem Ende der Gewaltwellen weltweit, andere sehen das Ende der Erde bedrohlich nah auf uns zukommen, wieder andere glauben an das Ende der Menschheit. Egal aus welchem Winkel wir unser Leben betrachten – zumindest ein Endgame durch die Wirtschaft wird es nicht geben, denn dafür ist der Mensch viel zu lukrativ. Diesbezüglich sind Ängste vor einem eigenständigen Wandel durch alle Bauern also vollkommen unbegründet.

Beispiel gefällig?

Sie glauben nicht daran, dass ein Wandel durch Bauern ausgelöst keine Konsequenzen nach sich ziehen würde? Nun, eine Gegenfrage: Glauben Sie, man würde Bauern immer wieder nach einem Zufallschema ins Spiel holen, wenn Spieler ohne diese auskommen würden? Spieler fürchten sich vor nichts mehr als vor leeren Spielfeldern.

Der Bauer als Teil des Ganzen kann als Gemeinschaft genau an diesem Punkt ansetzen. Spielfiguren, die keiner steuern kann, sorgen für Stillstand. Spielfelder wären „leer“, ohne dass sie es tatsächlich sind. Daraufhin verkünden die Bauern, dass sie bereit wären zu agieren, zu ihren transparenten Bedingungen. Klingt simpel, ist es aber nicht. Das Ganze scheitert am eigenen Ego der Bauern, denn diese greifen vielfach nach gleicher Macht und Kontrolle wie jene, die das Spiel gegenwärtig kontrollieren. Bauern gleichen den Königen, gelebt wird mit Neid und Missgunst im Herzen, nicht mit Verständnis und Mitgefühl. Kein Wunder, dass die Menschheit über Jahrhunderte in Trance lebt, ohne spürbare, positive Weiterentwicklungen im humanen Sinne.

Ich schließe mit einem eigenen Zitat:

Die Menschheit verhindert sich selber in jenem Augenblick, in welchem der Einzelne nicht in der Bereitschaft verweilt, endlich dem Nächsten aufrecht seine Hand zu reichen, ohne einen Hintergedanken zu hegen. Zum Leben brauchen wir nicht den Triumph über unseren Nächsten, sondern stets den Triumph in Harmonie mit unserem Leben als Gesamtheit.

Ihr Joachim Sondern

Quelle: http://www.buergerstimme.com/Design2/2011-03/das-politische-spielfeld-monopoly-mit-open-end/

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Herausgeber: pIL: hudy99
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Publiziert am: 17.07.2012 11:37
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